Ruhr Tourismus Metropole Ruhr

DAS PROGRAMM

Am 20. August 2016 wurden Kioske im ganzen Revier als Begegnungsort der Kultur(en) gefeiert. Unter dem Motto „Kumpels, Klümpchen & Kultur“ boten zahlreiche Trinkhallen der gesamten Metropole Ruhr ihren Kunden etwas Besonderes.

An 50 ausgewählten Trinkhallen gab es zusätzlich zwischen 16 und 22 Uhr ein Kulturprogramm der besonderen Art. Beim Schlendern von Bude zu Bude konnte man Poetry Slam und Literatur, Kabarett und Kleinkunst, Musik von Rock/Pop, Jazz und Weltmusik bis zu Klassik und Elektro, Physical Theatre und vieles mehr erleben.

Das Sammelheft mit Programm

Welches Programm an welcher Bude stattfand erfahrt ihr hier oder im Sammelheft mit Programm.

Das Sammelheft und die dazugehörigen Sammelbilder erhaltet ihr nach wie vor kostenlos beim Einkauf an einer der teilnehmenden Trinkhallen.
Habt ihr Motive doppelt? Kein Problem: Viele Trinkhallen haben Tauschbörsen eingerichtet - vorbeischauen lohnt sich! Oder ihr postet eure fehlenden Nummern mit dem Hashtag #Budentausch.

Alle Informationen dazu findet ihr hier.

Die Programmsparten

Jede der 50 Trinkhallen wurde einer Programmsparte zugeteilt. Diese Sparten stellen wir euch zusammen mit dem dazugehörigen Kurator hier kurz vor. Klickt dazu einfach auf die jeweiligen Balken.

Poetry Slam ist die gemischte Tüte der Sprache. Hier gibt es lustige Geschichten, nachdenkliche Gedichte und schräge Texte, jeweils live vorgetragen von den Autor*innen selbst. Und das Publikum ist immer mit dabei, denn am Ende entscheiden die Zuschauer, wer gewinnt.

Für den 1. Tag der Trinkhallen kommen nur die besten Slammerinnen und Slammer in die Buden. Natürlich werden nicht nur Texte vorgetragen, sondern zwischendrin auch mal bei einer Handvoll Colakracher oder einer flotten Bockwurst drüber gesprochen. Ruhrpott eben. Besser wird es nicht.

Der Kurator:
Die Künstler stellt einer der bekanntesten deuschen Poetry-Slammer zusammen: Sebastian 23. Er moderiert auch gerne mal die ein oder andere Show, ob im Auswärtigen Amt, im Burgtheater, vor Hallen mit tausenden Zuschauern oder in verrauchten Kellerkneipen unter Stadtrandbahnhöfen.

Die Ruhrpoeten vereint vor allem eins: Das Interesse an der Literatur und dem Kulturleben im Ruhrgebiet. Besonders unterstützt werden sollen dabei der literatur-interessierte Nachwuchs und JungautorInnen. In Lesungen an verschiedenen Orten im Ruhrgebiet werden die Texte von erfahrenen Sprechern und Schauspielern vorgetragen. Auch am 1. Tag der Trinkhallen stellen die Ruhrpoeten eine bunte Tüte aus Literatur, Musik und Aktionen zusammen.

Die Kuratoren:
Aus den unterschiedlichsten kulturellen Bereichen haben sich die Ruhrpoeten Ende 2013 zusammengeschlossen und fördern seitdem auf Vereinsebene Literatur im Ruhrgebiet und über das Ruhrgebiet. Den Verein vertritt der dreiköpfige Vorstand, bestehend aus Till Beckmann, Kathrin Butt und Georg Kentrup.

Am 1. Tag der Trinkhallen wird sich an ausgewählten Buden eine bunte Mischung aus dem Bereich Kabarett und Comedy die Bierflasche in die Hand geben. Vom politisch vollkommen unkorrekten Kabarett über den gespielten Witz bis zur schrägsten Comedy. Mal erzählt, mal gesungen oder gesteppt, wird die ganze Bandbreite der Komödianten-Szene zu sehen sein.

Der Kurator:
Zusammengestellt wird die "Tüte Gemischtes" aus Kabarett und Kleinkunst von Hajo Sommers, Chef des Ebertbads und Präsident von Rot-Weiß Oberhausen.

Die besten und interessantesten Gruppen aus der Weltmusikszene werden an den ausgewählten Trinkhallen Musik aus fast allen Kontinenten präsentieren: Ghana, Senegal, Griechenland, Bulgarien, Venezuella, Cuba, Türkei, Iran, Syrien, Armenien, Tunesien...

Kazim Çalışgan vereint am 1. Tag der Trinkhallen all diese Nationalitäten an den Buden. Er ist der Leiter des Katakomben Theaters, das sich mittlerweile als „Zentrum für Weltmusik“ profiliert hat.

Es gab tatsächlich mal Zeiten, in denen Ladenschluss um 18:00 Uhr war und Trinkhallen die letzte Rettung für eine Tüte Milch waren. Auch Popmusik war mal anders. Sie roch nach muffigen Proberaumkellern und verschwitzen Clubs, war rebellisch und unangepasst und war eher Lebensgefühl als kommerzialisierte Unterhaltung.

Und doch gibt es sie immer noch, die spannende, mit Leidenschaft gemachte Pop- und Rockmusik. Am 1. Tag der Trinkhallen gibt es Pop am Kiosk sowie Singer/Songwriter, Rockbands oder HipHop-Crews vor Rollmops-Gläsern, Tageszeitungen, Süßigkeiten und Sammelbildern.

Der Kurator:
All das bringt Marcus Kalbitzer "anne Bude". Mit seiner Agentur „Kulturzentrale“ konzipiert und realisiert er Kulturprojekte, Veranstaltungen und Veranstaltungsreihen, insbesondere im Bereich Populärkultur, in Essen und dem Ruhrgebiet. Theater und Freilichtbühnen werden ebenso bespielt, wie soziokulturelle Zentren, ehemalige Industrieanlagen, Open Air Gelände oder Clubs. Und nun auch Trinkhallen!

Jazz hat nicht nur eine große Tradition im Ruhrgebiet, sondern ist heute als Kunstform aktueller denn je und in der Region in all seinen Musikfarben und -stilistiken an vielfach präsent. Jazz lebt von der Kommunikation der Akteure untereinander und mit dem Publikum, ist eine kommunikative Musik, die oft aus dem Moment heraus entsteht.

Am 1. Tag der Trinkhallen gibt es Jazz zum Anfassen: Die Kioske werden zum „Jazz-Büdchen“, in denen sich das kreative musikalische Geschehen der aktuellen Jazz-Szene im Revier von Swing- und Pop-Jazz, von klassischem Modern Jazz bis hin zu experimenteller frei improvisierter Musik und spacig-elektronischen Klängen in spannender Atmosphäre und für das Publikum hautnah erleb- und hörbar widerspiegelt.

Der Kurator:
Das Jazz-Programm wird von Waldo Riedl kuratiert. Er ist Geschäftsführer des domicil, der vielfach ausgezeichneten und gemeinnützigen Spielstätte für Jazz und Weltmusik, und verantwortlich für rund 300 Veranstaltungen im Jahr.  

Spätestens seit Ende der 80er Jahre sind DJ-Musiken wie House, Techno, HipHop, Drum & Bass und wie sie alle heißen aus dem kulturellen Leben der Städte und Regionen nicht mehr wegzudenken. Auch und gerade im Ruhrgebiet existiert schon lange eine so üppig blühende wie qualitativ großartige Szene. Der 1. Tag der Trinkhallen bietet die wunderbare Gelegenheit, einige legendäre Größen, aber auch ein paar hochtalentierte Vertreter der nächsten Generation einmal außerhalb ihrer gewohnten Club-Biotope und zu zivilen Uhrzeiten live an den Turntables zu erleben.

An diesem Tag warten die Trinkhallen mit einem erstklassigen DJ-Line up auf, geboten wird u.a. Deep House, Disco, Dubstep, Soul, Funk, Electro und Artverwandtes. Komfortables Schuhwerk wird empfohlen, die Plätze vor den Buden werden sich in urbane Dancefloors verwandeln...

Der Kurator:
Diese verschiedenen Acts aus der Electro und DJ-Szene bringt ist Hans Nieswandt am 1. Tag der Trinkhallen zusammen. Seit über 20 Jahren ist er ein respektierter wie aktiver Charakter in der Welt der DJ- und Clubkultur, der elektronischen Musikproduktion und des gehobenen Popjournalismus.

Singen kann jeder - und am 1. Tag der Trinkhallen laden einige Trinkhallen zum gemeinsamen Singen ein. Ob Hymnen oder Shanties, Kultstücke und eigene Lieblingshits begleitet durch den orchestralen Klang beim Karaokesingen – jeder Wunsch geht in Erfüllung.

Die Kuratorin:
Benedikte Baumann
kuratiert das Programm zum Mitsingen. Sie ist seit über 20 Jahren freie Theaterregisseurin, Konzeptionerin und Projektleiterin in der Kunst- und Kulturszene bei Festivals wie Schöne Aussicht, Theater der Welt 2005, Arche Noah Essen 2015 & 2016 u.a.

Physical Theatre ist in Deutschland eine noch recht junge Spielart der Darstellenden Kunst, seine Wurzeln reichen aber zurück zu den Traditionen des Clownspiels, der Mime, des Masken- und Objekttheaters. Physical Theatre sucht stets nach eigenwilligen, sehr körperlichen und oft spartenübergreifenden Formen des Ausdrucks für seine Geschichten.

An den mit Physical Theatre bespielten Trinkhallen erstreckt sich das Programm vom klassischen Clownstheater über zeitgenössische Physical Theatre Stücke bis hin zu experimentellen, interaktiven Formaten.

Der Kurator:
Die Physical Theatre Darbietungen kuratiert der studierte Schauspieler Fabian Sattler. Neben unterschiedlichen Engagements als Schauspieler, Regisseur und Sprecher formt er das Maschinenhaus Essen als künstlerischer Vorstand zu einem Residenzort, an dem KünstlerInnen aller Sparten frei experimentieren und produzieren können. Hier konnte er unter anderem das FULL SPIN – Internationale Physical Theatre Festival ins Leben rufen und das Theaterensemble TOBOSO gründen.

Bei Jung und Alt beliebt, steht die gemischte Tüte für das liebste Verkaufsangebot des Büdchens … ergo darf sie auch im Programm nicht fehlen. Von Streetart über Fotoausstellungen, vom musikalischen Schmankerl bis zur Fußballtradition: Hier kann jeder mal naschen, und mit Sicherheit ist hier für jeden was dabei. Auch andere bekennende Budisten, wie das LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen und die 1. Oldtimer Budentour, sind im Jahr der Trinkhallen aktiv und beim 1. Tag der Trinkhallen mit (eigenem) Programm dabei.

Mit oder ohne Lakritze – einfach mal probieren ist hier das Motto. Und vielleicht kommt der ein oder andere ja auch ganz neu auf den Geschmack?

Foto: © Ruhr Tourismus/ Sejk

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